Beyond Awareness. Cybersicherheit im Alltag

„Der Mensch darf nicht die last line of defense sein.“- Caroline Krohn-Atug

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Beyond Awareness. Cybersicherheit im Alltag

25.03.2026

Mit der Abschlussveranstaltung „Beyond Awareness. Cybersicherheit im Alltag“ am 25. März 2026 in München hat ForDaySec die Ergebnisse seiner vierjährigen Forschungsarbeit präsentiert. Zugleich wurde ein Raum eröffnet, in dem ein breit gefächertes Publikum aus Wissenschaft, Wirtschaft, öffentliche Verwaltung und Zivilgesellschaft gemeinsam über die Zukunft digitaler Sicherheit nachgedacht hat. Der Abend zeigte eindrücklich: Cybersicherheit ist weit mehr als ein technisches Problem. Sie ist ein gesellschaftliches Phänomen im Spannungsfeld von Technologie, Verhalten und Systemdesign.

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Stefan Katzenbeisser (Universität Passau) eröffnete Caroline Krohn-Atug (Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik) die Veranstaltung mit einem Grußwort, das die wachsende Bedeutung resilienter digitaler Infrastrukturen unterstrich. Sie machte deutlich, dass Sicherheit im digitalen Raum nicht nur durch Innovation entsteht, sondern ebenso durch Vertrauen, Regulierung und kontinuierliche Anpassung an neue Bedrohungslagen.

Die anschließende Keynote von Eva Wolfangel setzte einen inhaltlichen Höhepunkt: Mit eindrucksvollen Beispielen aus ihrer Arbeit als Tech-Journalistin zeigte sie, dass die größten Schwachstellen der Cybersicherheit nicht im Code, sondern im System selbst liegen. Menschliches Verhalten und organisatorische Routinen sind dabei zentrale Angriffsflächen.

Im Panel diskutierten Sabine Ellerhold (BSH Hausgeräte GmbH), Prof. Dr. Dieter Gollmann (TU Hamburg), Tatjana Halm (Verbraucherzentrale Bayern e.V.), Prof. Dr. Thomas Riehm (Universität Passau) sowie Eva Wolfangel über zentrale Herausforderungen von Cybersicherheit im Alltag.

Die von Prof. Dr. Dominik Herrmann (Universität Bamberg) moderierte Diskussion zeigte das Spannungsfeld zwischen Innovationsdruck, Regulierung und Nutzerverhalten. Besonders deutlich wurde in der Runde: Effektive Cybersicherheit entsteht nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch ein Zusammenspiel technischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Mechanismen. Die Verantwortung für die Sicherheit der Systeme auf Einzelpersonen abzugeben, ist nicht zukunftsfähig.

Beim Networking war wieder einmal die Zeit zu kurz. Wir nehmen das als Zeichen, dass es anregend und spannend war!

Der Abend hat klar gezeigt: Cybersicherheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie kann nur gelingen, wenn Politik, Wirtschaft, Wissenschaft sowie Nutzerinnen und Nutzer gemeinsam Verantwortung übernehmen und digitale Systeme nicht nur sicherer, sondern auch verständlicher und resilienter gestalten.

Wir danken herzlich allen Mitwirkenden und Gästen für ihr lebendiges Interesse und ihre aktive Beteiligung!

Weitere Einblicke erhalten Sie im Forschungsmagazin der Universität Passau, wo es ein Kurzvideo über die Veranstaltung und die Keynote von Eva Wolfangel zum Nachschauen gibt.


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